Geschichte - Kirchengemeinde Niesky

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Geschichte

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Evangelische Christuskirche Niesky
Gründung der Kirchengemeinde von 1892 bis Anfang 1895. Grundsteinlegung der Kirche 1897, Baubeginn Oktober 1898, zügiger Baubeginn aber erst im Frühjahr 1899. Dann ging es aber schnell voran - Richtfest bereits am 31.08.1899. Am 15. Juli 1900 wurde unsere Kirche geweiht. 100 Jahre später, also am 16. Juli 2000, haben wir ihr den Namen Christuskirche gegeben.

Als Baumaterial nutzte man im Wesentlichen roten Backstein und Holz. Altar und Tauflstein sind aus einfachem Lausitzer Sandstein. Die schlichte Holzkanzel stammt auch aus der Anfangszeit der Kirche. Die drei großen Bleiglasfenster über dem Altar laden zum Betrachten ein. In der Mitte ist eine Christusgestalt zu sehen mit einladender Geste. Sie sind Geschenke der Gräfin von Fürstenstein als auch vom Grafen Lüttichau zur Einweihung der Kirche gewesen. Die im Krieg erlittenen Beschädigungen konnten bald danach ausgebessert werden.


An der Wand unter den Fenstern steht in goldenen Buchstaben: Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Das ist ein Zitat aus dem Brief an die Hebräer, Kapitel 13, Vers 8 und unterstreicht die Aussage des mittleren Glasfensters. Auf die Kronleuchter im Mittelgang der Kirche war die Gemeinde schon immer besonders stolz. Sie wurden zur Einweihung von der Brüdergemeine und der Kommune geschenkt. Den Krieg haben sie einigermaßen unbeschadet überstanden. Die Kerzen an den Kronleuchtern werden am Heiligen Abend und am Silvesterabend angezündet.


Die pneumatische Orgel ist ein Werk der Firma Heinze aus Sorau (heute Zary in Polen). Sie wurde 1930 gebaut und hatte eine Vorgängerin aus dem Jahre 1900, allerdings eine "Mechanik-Orgel" mit 16 klingenden Stimmen, welche sich auf 2 Manuale und 1 Pedal verteilten. Die heutige pneumatische Orgel mit elektrischem Gebläseantrieb hat 26 Register. Dafür musste der Orgelprospekt erweitert werden. Außerdem erhielt die Empore einen kleinen Anbau, um Platz fiir den Chor und ein Orchester zu schaffen. Bei allen Beschwernissen, die pneumatische Orgeln an sich haben, ist zu bedenken, dass es davon nur noch wenige Originalexemplare gibt.


Zum Gebet und zu Gottesdiensten rufen vier Stahlglocken in den Tönen dis, fis, a und c, die der Gemeinde 1925 durch den Nieskyer Fabrikbesitzer Mühlenhaupt gespendet wurden. Die Töne sind bewusst mit den Glockentönen der Brüdergemeine abgestimmt worden. Diese Glocken tragen folgende Inschrift: "Seid fröhlich in Hoffen", "Geduldig in Trübsal", "Haltet an am Gebet" und "Lasset die Kindlein kommen". Das Geläut wurde 1934 mit einer elektrischen Glockenläuteanlage versehen. 1996 wurden eine neue Schaltuhr und neue Motoren fiir das Geläut eingebaut. Auch der Stundenschlag konnte neu eingerichtet werden.

Unsere Kirche wird seit 1993 mit Fernwärme beheizt, deren Vorläufer Öfen und seit 1921 eine Dampfheizung waren. Die Kirche hat 650 Sitzplätze, die vor allem am Heiligen Abend gebraucht werden. In seiner Schlichtheit möchte unser Gotteshaus den Blick auf das Wesentliche des Glaubens konzentrieren: Jesus Christus lädt ein zum Hören, Taufen und Feier des Abendmahls.

Ausfürliche Informationen hat Dr. Andreas Holzhey zum 100. Kirchbaujubiläum zusammengestellt. Die Broschüre ist im Kirchenbüro erhältlich.



Ev. Pfarramt und Kirchenbüro        Tel./Fax. 035 88 / 20 78 59
02906 Niesky   Rothenburger Str. 14
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